Interaktive Touchwall

Client: Solarlux GmbH

Interaktives Erleben ist „einfach cool“. So schön bringt Solarlux-Geschäftsführer Stefan Holtgreife die Begeisterung für eines seiner Highlights auf der BAU 2017 auf den Punkt (Quelle: YouTube). Was die interaktive Touchwall als Anwendung so besonders macht und wie sie entstanden ist, erfahren Sie hier:

Solarlux mit seiner neuen Glas-Faltwand auf der BAU 2017

Seit 30 Jahren überzeugt Solarlux weltweit mit innovativen Lösungen für Wintergärten, Glas-Fassaden oder Glas-Faltwänden wie dieser (Abbildung). Die neueste Variante des Systems, das sich zu 100% großflächig öffnen lässt, ist allein mit sechs Patenten für technische Weltneuheiten ausgestattet. Wie alle Produkte aus der Solarlux-Familie zeugt es von einem hohen Anspruch an das Design und spricht durch die großzügige Flächengestaltung, die Verwendung schöner Materialien und eine lebendige Leichtigkeit besonders Architekten an. Die Präsentation der Glas-Faltwand sollte auf dem Messestand des inhabergeführten Unternehmens mit Sitz in Melle bei Osnabrück einen zentralen Part auf der BAU2017 einnehmen. Um die 3x2 Meter große interaktive Anwendung zu kreieren, haben sich alle Beteiligten sofort auf den engen Zeitplan eingelassen. Wie gut, dass das Team von madness Herausforderungen liebt und mittlerweile einiges an Know-How für Echtzeitanwendungen versammelt hat. Denn das Ziel der Anwendung war nicht weniger als ein perfektes Zusammenspiel von Hard- und Software.

Die Entwicklung einer interaktiven Echtzeitanwendung

Unsere Aufgabe in der Kreation der interaktiven Touchwall war, dem Anwender auf der Messe eine bestmögliche Orientierung und ein tolles Erlebnis zu verschaffen. Solarlux-Chef Stefan Holtgreife inspirierte uns mit einer einfach genialen Idee. Er schlug vor, sich in der Konzeption der Benutzerführung an dem natürlichen, individuellen Verlauf eines echten Kundengesprächs zu orientieren und den weiteren Verlauf durch die jeweiligen Antworten bestimmen zu lassen. Der Anspruch an variable Nutzungsverläufe der Anwendung stellt extrem hohe Anforderungen an das Material und die Darstellung der fotorealistischen Bilder. Die Mitarbeiter am Messestand sollten „einfach locker“ mit der Touchwall umgehen können. In den Gesprächen, eben in Echtzeit, einzelne Details der Glas-Faltwand wie Scharniere, Laufwagen und Trittschutz ohne Latenz gezielt ansteuern, verkleinern, vergrößern, rotieren und drehen lassen. Dafür braucht es einen kleinen Zaubertrick namens Modeling mit Datenreduktion. Das bedeutet, dass wir die Geometrie unserer 3D-Daten vom Rechenaufwand her einfach darstellen, ohne dass das Ergebnis optisch „einfach“ aussieht. Die Umstellung des internen Workflows und die Verwandlung von Geometrien in Texturen spart Renderzeiten, welche in der interaktiven Darstellung zu einer zeitlichen Verzögerung führen könnten. So erhöht sich die Beweglichkeit der 3D-Bilder und wir erleben Echtzeit. Und das ist doch wirklich „einfach cool!“, oder?

Bildquelle: Solarlux GmbH